Kara lud ihre Mutter zum Abendessen bei sich zu Hause ein. Während dem Essen fiel der Mutter auf wie gut Karlas Mitbewohnern aussah.
Sie hatte schon immer die Vermutung dass Karla lesbisch sein könnte.
Die Tochter bemerkte die Blicke dee Mutter und sagte:
"Ich weiß was du denkst, aber ich versichere dir, dass Miriam und ich nur WG Mitbewohnerinnern sind."
Eine Woche nach dem Besuch kam Miriam zu Karla und sagte:
"Seit deine Mutter bei uns war kann ich unseren silbernen Suppenlöffel nicht mehr finden. Meinst du, sie hat ihn mitgenommen?"
Darauf antwortete Karla:
"Ich bezweifle es, aber ich schreibe ihr einen Brief und frage sie."
Also setzte Karla einen Brief auf:
"Liebe Mutter, ich möchte nicht behaupten, dass du unseren Schöpflöffel mitgenommen hast, und ich möchte nicht behaupten, dass du den Schöpflöffel nicht mitgenommen hast. Doch seit Deiner Abreise fehlt er uns."
Einige Tage später bekam Karla einen Brief von ihrer Mutter:
"Liebe Tochter, ich behaupte nicht, dass Du mit Miriam schläfst, und ich behaupte nicht, dass Du nicht mit Miriam schläfst. Doch würde sie in ihrem eigenen Bett schlafen, hätte sie den Löffel schon längst gefunden.
Alles Liebe, Mutter."
Eine Mutter kommt in das Zimmer ihrer Tochter und findet dieses leer vor mit einem Brief auf dem Bett. Das schlimmste ahnend, macht sie ihn auf und liest dort folgendes:
"Liebe Mami,
Es tut mir sehr leid, dir sagen zu müssen, dass ich mit meinem neuen Freund von zuhause weggegangen bin. Ich habe in ihm die wahre Liebe gefunden, du solltest ihn sehen, er ist ja sooo süß mit seinen vielen Tattoos und den Piercings und vor allem seinem megatollen Motorrad!
Aber das ist noch nicht alles, Mami, ich bin endlich schwanger, und er sagt, wir werden ein schönes Leben haben in seinem Wohnwagen mitten im Wald! Er will noch viele Kinder mit mir, und das ist auch mein Traum. Und da ich drauf gekommen bin, dass Marihuana eigentlich gut tut, werden wir das Gras auch für unsere Freunde anbauen, wenn denen einmal das Koks oder Heroin ausgeht, damit sie nicht so sehr leiden müssen.
In der Zwischenzeit hoffe ich, dass die Wissenschaft endlich ein Mittel gegen Aids findet, damit es ihm bald besser geht, er verdient es sich wirklich!
Du brauchst keine Angst zu haben, Mami, ich bin schon 13 und kann ganz gut auf mich selber aufpassen! Ich hoffe ich kann dich bald besuchen kommen, damit du deine Enkel kennen lernst!
Deine geliebte Tochter
PS: Das ist alles Blödsinn, Mami, ich bin bei den Nachbarn! Wollt dir nur sagen, dass es schlimmere Dinge im Leben gibt als das Zeugnis, das auf dem Nachtkästchen liegt! Hab dich lieb!"